Menu Content/Inhalt
Home arrow Vorträge

Psychopathologie der Schamlosigkeit

Abstract folgt in Kürze.

 

Die Funktion des Schamgefühls

Scham ist ein ausschließlich dem Menschen eigenes Gefühl der Verlegenheit oder der Bloßstellung, das durch Verletzung seiner Intimsphäre auftritt. Dadurch ist es eine wichtige Ressource, ein wertvolles Zeichen der Innerlichkeit. Fehlt das Schamgefühl völlig, hat das psychiatrische Dimensionen. Sigmund Freud sagte schon, dass der Verlust der Scham ein sicheres Zeichen von Schwachsinn ist ... [mehr]

 

Verlust der Kindheit

Im Fach der Frauenheilkunde spielen Scham und Anstand eine hintergründige Rolle, wiewohl dies unsere Disziplin noch nicht gebührend thematisiert hat. Vor allem beim Übergang von der Kindheit in der reproduktive Phase, also in der Pubertät sieht man, dass Schamgefühe nicht nur vom kulturellen Umfeld abhängen und damit anerzogen, sondern inhärente Eigenschaften der Personalogenese sind. Dafür verantwortlich sind neuroendokrine Veränderungen, die in der Pubertät ablaufen ... [mehr]

 

Adel der Seele und Anstand der Tat

Noblesse oblige! Damit ist klar, dass äußerer Adel durch Geburt oder Ernennung zu einem ethisch – moralisch verpflichtenden Handeln führen soll. Daraus folgt logisch, dass alle Menschen, die diesem Impuls folgen, „adelig“ im tiefsten Sinn des Wortes sind. Der Mensch hat also die Möglichkeit, sich selbst zu adeln und den „Adel der Seele“ zu leben und dann den „Anstand der Tat“ zu verwirklichen ... [mehr]

 

Sex & Persönlichkeit

Die Persönlichkeit setzt sich zusammen aus einer genetischen Komponente, einer Prägung durch die Gesellschaft und dem, was der Mensch aus beiden Dimensionen macht. Hinzu kommt die sexuelle Identität als Mann oder Frau, die die Begegnung zwischen den Geschlechtern spannungsgeladen macht. Anziehend dabei wirkt das Andere, nicht nur körperlicher sondern auch psychischer Natur. Im Vortrag wird das Anderssein aus der Sicht der modernen Neurowissenschaft und den psychodynamischen Konsequenzen diskutiert ... [mehr]

 

Worüber schämt sich die Scham?
Interkulturelle und interreligiöse Einblicke

„Schäm dich!“ ist ein (überwiegend mütterlicher) Befehl, der (fast) nie befolgt wird. Denn er ähnelt dem anderen Befehl: „Sei doch endlich mal spontan!“ Das kann sicher so nicht befolgt werden. Aber doch ist nicht ausgeschlossen, im Gegenteil, dass Scham zu einer Antwort erzogen werden muss und dass es auch hier ein Lernen gibt. Denn Scham ist ein anthropologisches Datum ... [mehr]