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Worüber schämt sich die Scham?
Interkulturelle und interreligiöse Einblicke

„Schäm dich!“ ist ein (überwiegend mütterlicher) Befehl, der (fast) nie befolgt wird. Denn er ähnelt dem anderen Befehl: „Sei doch endlich mal spontan!“ Das kann sicher so nicht befolgt werden. Aber doch ist nicht ausgeschlossen, im Gegenteil, dass Scham zu einer Antwort erzogen werden muss und dass es auch hier ein Lernen gibt. Denn Scham ist ein anthropologisches Datum. Sie lässt sich allgemein bestimmen als „schmerzliches Bewusstsein einer unaufhebbaren Unvollkommenheit“. Zu dieser Wahrnehmung erziehen Kulturen und Religionen, um zugleich Hilfe (Verbote oder Rat) anzubieten. Und so wird Scham hilfreich: Sie wird ein Sensorium für Erniedrigung, und sie lernt die eigene Identität zu wahren.

16:00 - 17:00


Hanna Barbara
Gerl-Falkovitz

 
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