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Univ.-Prof. Dr. med. Dr. theol.
Johannes Huber

Biographie:
Univ.-Prof. Dr.Dr. Johannes Huber ist Mediziner und Theologe. Geboren 1946 studierte er Theologie in Wien und war on 1973 bis 1983 persönlicher Sekretär von Kardinal Franz König. Nach dem Studium der Humanmedizin und der Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe wurde er außerordentlicher Universitätsprofessor an der Medizinischen Universität Wien. Huber gelang im Frühjahr 2000 erstmals eine künstliche Befruchtung aus laborgereiften Eizellen.

Bis Oktober 2007 war er Vorsitzender der österreichischen Bioethik-Kommission. Besondere Bekanntheit erlangte er durch Vorträge, Kurse und mehrere Bücher über Altersforschung bzw. Anti-Aging, Hormon- und Frauenmedizin sowie gesunde Lebensführung.


Plenarvortrag:

Verlust der Kindheit

Im Fach der Frauenheilkunde spielen Scham und Anstand eine hintergründige Rolle, wiewohl dies unsere Disziplin noch nicht gebührend thematisiert hat. Vor allem beim Übergang von der Kindheit in der reproduktive Phase, also in der Pubertät sieht man, dass Schamgefühe nicht nur vom kulturellen Umfeld abhängen und damit anerzogen, sondern inhärente Eigenschaften der Personalogenese sind. Dafür verantwortlich sind neuroendokrine Veränderungen, die in der Pubertät ablaufen und nicht nur den gesamten Stoffwechsel verändern, sondern auch den psychischen Habitus, die Perzeption der Unwelt und auch die Schutzreflexe des Schamgefühls. Dies zu ignorieren kann dem Kind Probleme bereiten und müsste auch beim staatlich verordneten Aufklärungsunterricht berücksichtigt werden ... [mehr]